Berndt-Joachim Lau
und die große Welt
des Kleinen.
Als Schüler interessierte sich Berndt-Joachim Lau für Astronomie und die beginnende Raumfahrt. Folgerichtig wählte er für sein Physikstudium Jena, da die Universität über ein astrophysikalisches Institut verfügte. Als sich später sein Traum vom Astronomen zerschlug, befasste er sich sein gesamtes Arbeitsleben lang mit Mikroskopen des Unternehmens Carl Zeiss. Dazwischen lagen Höhen und Tiefen, ein erfolgreiches Jugendforschungsprojekt, eine Auszeichnung als Aktivist, der Umbruch durch die Wende und neue Herausforderungen an den Zeiss-Standorten Oberkochen und Göttingen. Und selbst im Ruhestand lässt ihn die Mikroskopie nicht mehr los.
Berndt-Joachim Lau wuchs als Einzelkind in Halle (Saale) auf. Als er geboren wurde, war sein Vater schon 50 Jahre alt, seine Mutter 20 Jahre jünger. „Ich war ein folgsames Kind und wenig sozial anderen Kindern gegenüber. Anfangs betreute mich ein Kindermädchen, später die Nachbarinnen sowie meine strengen Eltern. Deshalb war ich mehr auf Erwachsene fixiert. Der Kindergarten war mir zu laut und zu gewaltsam. Da ich mit meiner Mutter, die Lehrerin war, immer den Unterrichtsstoff nacharbeitete, war ich ein guter Schüler. Und mein Vater, der als Lohnbuchhalter alles im Kopf rechnete, wollte meine Beobachtungsgabe und mein Gedächtnis trainieren: Immer, wenn wir spazieren gingen, gab es den Wettbewerb, wer sich die meisten Autonummern merken konnte“, berichtet Berndt-Joachim Lau über seine Kindheit. Vor allem aber begeisterte er sich für Raumfahrt und galt schon mit zehn Jahren als Erklärer von Gagarins Flug.
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